Wenn sich Stille auf die Gedanken legt

Irgendwie scheinen mir momentan die Themen auszugehen. Doch ich weiss, es gibt immer etwas zu sagen – zu so vielem. Und ich bin so wissbegierig und möchte schlussendlich immer unbedingt ergründen, was die Welt im Innersten zusammenhält und ob es Gott gibt und dann auch noch welches für mich dessen bestes Verehrungsgefäss wäre, sprich welcher Religion ich mich zuwenden soll. Auch wenn alles eins ist, will ich irgendwo dazugehören, möchte ich einen Platz für mich finden. Entscheidungen zu treffen ohne sie immer wieder zu hinterfragen und mich ablenken zu lassen von Argumenten, die überall verunsichernd auftauchen, fällt mir schwer. So verschwende ich viel Zeit – und das nicht nur in spirituellen Belangen – mit den Fragen des Wie und ob überhaupt, anstatt einfach loszulegen, zu spielen, auszuprobieren – auch einfach loszuschreiben…

Momentan aber ist mein unruhiger Geist gefangen im winterlichen Einerlei der Farben und Alltagstätigkeiten. Fragen nach der spirituellen Verortung, dem beruflichen Fortkommen und gar nach dem tieferen Sinn unseres Seins drehen sich im Nebel.

Es hat wohl mit der Jahreszeit zu tun, mit diesem Nebel, der über dem Land liegt und auch seine Bewohner dämpft, mit der Winterstarre, der Ereignislosigkeit, die keine ist, aber mir so vorkommt. 

Vielleicht hat diese Zeit der Ruhe ihren Sinn. Wenn sich die Stille auch auf unsere Gedanken legt, soll sich der Kopf erholen und das Wollen sich beruhigen und dem Geschehenlassen Platz machen. Nicht alles kann ergründet werden.

Manchmal wachsen einem die Antworten zu, weil wir einfach sind, weil wir warten können, nicht drängen, sondern geschehen lassen. Wir sind immer auch intuitive Wesen. 

Wir können fühlen, spüren und darin genügsam und geduldig sein und nicht zu vergessen dankbar für das, was ist.

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